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verso: Marcellus-Theater: Maß-Skizzen zu Gebälken und Giebel

NUMERIERUNG / POSITION3“ / rechte untere Ecke, 90° rechts;

TECHNIKSämtliche Teilzeichnung sind freihändig in dünner Feder mit heller brauner Tinte ausgeführt und stammen offensichtlich vom Schreiber der Maßangaben.
Anmerkung: Das gesamte Blatt weist wiederum eine Vielzahl von Additionen auf, die Teilmaße zusammenzufassen scheinen.

 

OBERE BLATTHäLFTE: GRUNDRISS UND DETAILS ZU EINER WAND MIT PFEILERN UND GIEBEL

 

115.2.1 Grundrissskizze einer Wand mit Halbsäulen

POSITIONam oberen Blattrand, links; 180°;
Kommentar: Grundrissskizze einer Wand oder Gebäudeseite, in der sich ein von Halbsäulen flankierter Eingang befindet; mit wenigen Maßangaben. Es könnte sich um eine Variante zu dem in Teilzeichnung [115.2.4] dargestellten Grundriss handeln.

 

115.2.2 Vermessung eines Gebälks mit Giebelansatz

POSITIONlinker oberer Quadraht des Blattes / 180°;
BEISCHRIFT / POSITIONcornise qui est verso del front spisio“ / in der obersten Leiste des Gesimses;
Kommentar: Die freihändige Federskizze zeigt die Profilaufnahme eines Gebälkes mit fasziertem Architrav und relativ reich profiliertem Gesims. Ein Verweisbuchstabe „A“ im Gesims, der in einem angedeuten Giebel wiederkehrt, scheint auf eine Wiederholung des Profils dort hinzudeuten.

Sich mit dieser Darstellung überschneidend und in diese übergehend zeigt eine weitere freihändige Skizze in deutlich kleinerem Maßstab vermutlich die Höhe des Giebels über dem Architrav (es scheint zumindest nur der Architrav mit der flüchtigen Skizze angedeutet) mit „p19 – o10 – ø6“. Damit dürfte es sich also um eine bemerkenswert große Anlage handeln. Darauf deutet auch die in der nebenstehenden Zeichnung [115.2.3] angegebene Breite des mit einem dorischen Kapitell abgeschlossenen Pfeilderschaftes: „p5 o8 ø5“, dessen Tiefe immerhin noch „p2 – o11“ beträgt.

Erwähnenswert ist, dass die Zeichnung das Gebälk nur in der Kombination aus Aufriss- und Schnittskizze ohne Hinweise auf mögliche Profilornamente zeigt.

 

115.2.3 Skizze eines Pfeilers mit darüber angedeutetem Gebälk

POSITIONrechte Hälfte der oberen Blatthälfte; 180°;
BEISCHRIFT / POSITIONo6 par bas“ / vom Lot zum unteren Ende des Pfeilers; 180°;
Kommentar. Die Zeichnung zeigt teilweise die Wiederholung und Ergänzung des in [115.2.2] dargestellten Gesamtprofils, wobei durch eine einfache perspektivisch gemeinte Skizze klargestellt ist, dass hier ein Pfeiler oder zweiseitig ansichtiger Pilaster dargestellt ist, dessen Schaftbreite an der Vorderseite mit „p5 - o8 - ø5“ (vgl. [115.2.2]) und an der Seite aber nur mit „p2 - o11“ angegeben ist. Darüber ist die rechte Hälfte eines Giebels skizziert, dessen Binnenfeld nur „p2 o8“ hoch und nur – halbe Länge – „p8 - o6 - ø2“ breit ist [Gesamtbreite also p17 ø4.]

 

115.2.4 Grundrissskizze einer sehr langen Wand mit zwei Eingängen

POSITIONrechter Rand der oberen Blatthälfte
Kommentar: Grundrissskizze einer symmetrischen Wand, die von zwei Pilastern begrenzt wird und an den äußeren Enden Eingänge aufweist, die von Halbsäulen flankiert werden, und zwar sowohl an der Außenseite als auch im Durchgang. Von der Außenseite des rechten Pilasters bis zur Innenkante der rechten Säule des linken Eingangs ist die Entfernung mit „p349 – o11 – ø11“ angegeben, was nur durch die Vertauschung der Ziffern „0“ und „9“ von dem auf Blatt 13r [13.1.1] angegebenen ähnlichen Maß abweicht. Der Unterschied könnte aber auch darauf zurückzuführen sein, dass dort ein anderer Grundriss (eben möglicherweise der des Untergeschosses) dargestellt ist. Dann könnte es sich bei den Darstellungen hier aber um die Giebelfronten der bühnenseitigen Eingänge des Marcellus-Theaters handeln.

 

UNTERE BLATTHäLFTE: IONISCH-KORINTHISCHES GEBäLK üBER DORICA-KAPITELL

 

115.2.5 Aufmaßskizze eines Gebälks über dorischem Kapitell mit fasziertem Architrav

POSITIONuntere Blatthälfte, 90° nach links gedreht;
BEISCHRIFT / POSITIONcornice drinte el portige“ / links, oberhalb der Zeichnung; 90° links;
Kommentar: Freihändige Maßaufnahme eines Gebälks oberhalb eines dorischen Pilaster- bzw. Pfeilerkapitells mit dreifach fasziertem Architrav, einfachem Fries und reich profiliertem Gesims; alles mit vielen Maßangaben. Daneben findet sich eine Zusatzskizze, die den vertikalen Abstand der überhängenden Platte gegenüber der Friesoberkante notiert.

 

Auch diese Aufnahme zeigt das Gebälk in der Kombination aus Aufriss- und Profilskizze ohne Angabe von Ornamentprofilen.

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