Sie sind hier: Startseite / Sources / Wien / ÖNB / HAD / Codex Miniatus 33 / Notizen

Notizen

erstellt von Kulawik Veröffentlicht 24.10.2013 16:54, zuletzt verändert: 18.01.2017 13:51

Katalogeintrag:

Digitales Objekt    Digitalisat  

Dokumentenart  Werk(e)  

Signatur  CodMin33 | Samml.: Han  (-> HAD)

1.Person  LinkUnbekannt [Zeichner]

2.Person  LinkArmenini, Giovanni Battista, 1536-1609 [Zeichner]

3.Person  LinkUnbekannt [Zeichner]

Titel  LinkLe Loggie del Vaticano di Raffaelo d’Urbino 

Ort normiert  Rom  

Datierung  16. Jhdt.; 1555-1556 bzw. nach 1578  

Datum normiert  1555-1599  

Art, Umfang, Anzahl  Handschrift; I+106+I* Bll.  

Format  445 x 550 mm  

(Be)Schreibstoff  Papier 

Illustration(en)  105 lavierte und/oder kolorierte Federzeichnungen, die teilweise mit Deckfarben ergänzt wurden.  

Einband etc.  Brauner, marmorierter Ledereinband mit Prägung, Vorder- und Hinterspiegel mit bunt marmoriertem Papier bezogen, Wien 1. Hälfte 18. Jhdt.  

Angaben zum Inhalt  Der Band enthält sehr präzise, aber unvollständige Kopien der Fresken Raffaels und weitere Teile der Loggien im Vatikan. - Die Grafiken werden auf fol.I durch die unsignierte, jüngere Inschrift eingeleitet: ’ De’ roi Precetti della Pittura di M. Gio Battista Armenini Libro 3 cop. 9, pag. 180. / Delle bellezze et degli ornamenti delle Loggie Papali /: nel Vaticano in Roma :/ delle quali ne fu inventore il grazioso Raffaele d’Urbino. ... Et é certo che ogni cosa due questa insieme col suo pavimento fu dissegnata e colorita in carta a uso di minio, nel proprio modo che si trova, per mano de più valenti Giovani, ch’in Roma fossero nel mio tempo, fra li quali io ne feci parte, onde cosi colorita fu poi mandata de chi l’aveva in commissione, et che la pagava realmente, in avversa a un gran Sig.re de Fuccheri, il qual si dice. etc.’ - Diese Zeichnungen wurden systematisch gruppiert, indem die Gewölbe in der Reihenfolge der realen Architektur abgebildet und nummeriert wurden. Dabei ist jeweils der erste Bogen mit der entsprechenden Ziffer versehen, der den Auftakt einer mehrheitlich ähnlich gegliederten Einheit bildet. Ihm folgen Darstellungen der weiteren drei Seitenbögen eines Gewölbeabschnitts, eine zumeist kolorierte Deckenfreskoabbildung, eine Pfeilerseitenansicht sowie eine Innenansicht der Außenseite. Zusätzlich werden in einigen Fällen Besonderheiten der Architektur oder der Dekoration abgebildet.. -   Die Zeichnungen wurden von einem unbekannten Mitglied der Familie Fugger in Auftrag gegeben, der Jansen zufolge dieses Werk für eine Kunstkammer nach Vorbild Albrecht V. besitzen wollte. So haben die Zeichnungen weniger die Funktion eines ästhetischen Kunstwerkes als einer Dokumentation der Baudenkmäler. Gleichfalls ließ Philipp II eine eben solche Kopierarbeit anfertigen, jedoch ist diese heute verschollen (vgl. Dacos 2008). Während seines Aufenthaltes in Rom 1554-1556 fertigte Jacopo de Strada mehrere solcher Abbildungen wichtiger Architekturen an, zu deren Ausführung er neben Armenini noch weitere Schüler engagierte, die wohl auch an den Abbildungen des CodMin33 beteiligt waren (vgl. Jansen o.J.). Jansen sieht weiterhin eine Vergleichsmöglichkeit mit einer ähnlichen Serie von Architekturgrafiken, die Strada von dem Palazzo del Te sowie dem Fürstenpalast in Mantova anfertigte und die wenige Jahre später von Ippolito Andreasi gestochen und veröffentlicht wurden. (vgl. Jansen 1989). Einer Beobachtung Davidsons zufolge kann es sich bei der Abbildung auf fol. 90r um die Darstellung der 12. Gewölbetür handeln, die erst nach 1578 datiert ist und auf Plänen von Ligorio 1561 noch nicht verzeichnet ist (vgl. Davidson 1973). Dies spricht dafür, dass die Zeichnungen über eine längeren Zeitraum hinweg bzw. in mehreren Abschnitten entstanden sind. Die unterschiedliche Weise des Farbauftrags und der Einsatz eines intensiver deckenden Weißes bestärken diese These. - Die Bindung des Albums, wie es heute vorhanden ist, entspricht nicht der urspünglichen Fassung, worauf Seitenzahlen auf der linken unteren Ecke der Versoseite hinweisen: Sie verlaufen teilweise in umgekehrter Reihenfolge der Rectozählung und sind Abschnittsweise unterbrochen bzw in unsortierter Folge.. -  

Anmerkung  Auf Fol. I sind noch Reste vermutlich alter Signaturen zu erkennen, die sich jedoch nicht identifizieren und zuordnen lassen. - Volldigitalisat.  

Schlagwort  LinkArchitektur <Motiv>  LinkFresken Externer Link   

 Zettelkatalog des Bildarchivs     

 Literatur zur Handschrift   

Link zum Datensatz  http://data.onb.ac.at/rec/AL00153692